Die wichtigsten Holzarten im Vergleich
| Holzart | Heizwert (ca. je RM) | Charakter | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Hainbuche | 2.200 kWh | sehr dicht, längste Glut | ausdauerndes Heizen |
| Buche | 2.100 kWh | ruhige Flamme, lange Glut | Kaminofen, Kachelofen, offener Kamin |
| Eiche | 2.100 kWh | intensive Glut, langsamer Abbrand | lange Heizabende, Nachlegen über Nacht |
| Esche | 2.100 kWh | sauberer, rauchärmer Abbrand | Öfen mit Sichtscheibe |
| Robinie | 2.100 kWh | extrem hart, sehr heiß | geschlossene Öfen, Holzvergaser |
| Birke | 1.900 kWh | lebendige Flamme, feiner Duft | Ambiente, offener Kamin |
| Fichte / Kiefer | 1.500 kWh | zündet schnell, brennt zügig ab | Anheizen, Sauna, Pizzaofen |
Die Werte sind Richtwerte bei etwa 15–20 % Restfeuchte. Zum Vergleich: 1 RM Buche entspricht energetisch grob 200 Litern Heizöl.
RM, SRM und FM – was ist was?
- Raummeter (RM): 1 m³ ordentlich geschichtetes Holz, einschließlich der Zwischenräume.
- Schüttraummeter (SRM): 1 m³ lose geschüttetes Holz. 1 SRM ≈ 0,6–0,7 RM; umgekehrt entspricht 1 RM etwa 1,6 SRM.
- Festmeter (FM): 1 m³ massives Holz ohne Zwischenräume, etwa 1,4 RM. So wird Stammholz gehandelt.
Warum die Restfeuchte so wichtig ist
Feuchtes Holz verbrennt schlecht: Ein großer Teil der Energie geht in die Verdampfung des Wassers, es entstehen Rauch, Ruß und Ablagerungen im Schornstein. In Deutschland darf Scheitholz laut 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung nur mit einer Restfeuchte unter 25 % verbrannt werden. Kammergetrocknetes Holz liegt deutlich darunter und ist sofort einsatzbereit. Mit einem einfachen Feuchtemessgerät prüfen Sie den Wert an einer frisch gespaltenen Fläche.
Wie viel Holz brauche ich?
Als grobe Orientierung benötigt ein Kaminofen, der als Zusatzheizung an den Abenden eines Winters läuft, zwei bis vier Raummeter. Wer überwiegend mit Holz heizt, braucht deutlich mehr – abhängig von Hausgröße, Dämmung und Ofenleistung. Wir beraten Sie gern per WhatsApp.
Richtig lagern
- Trocken, luftig und mit Bodenabstand stapeln, zum Beispiel auf Paletten.
- Oben abdecken, seitlich offen lassen, damit die Luft zirkulieren kann.
- Nicht in feuchten Kellern oder direkt an der Hauswand ohne Hinterlüftung lagern.
Richtig anfeuern – von oben
Legen Sie zwei bis drei größere Scheite nach unten, darauf eine Lage Anzündholz und obenauf einen Anzünder. Zünden Sie von oben an und öffnen Sie die Luftzufuhr vollständig. Das Feuer brennt sich langsam nach unten, verbrennt die Gase sauber und entwickelt kaum Rauch. Nachlegen erst, wenn eine gleichmäßige Glut entstanden ist.
Scheitholz, Briketts oder Pellets?
Scheitholz bietet das schönste Flammenbild. Holzbriketts sind stark verdichtet, speichern auf gleichem Raum mehr Energie und eignen sich hervorragend zum Nachlegen über Nacht. Pellets sind der Brennstoff für automatische Pelletöfen und -kessel; achten Sie auf die Norm ENplus A1 für niedrigen Aschegehalt.